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Curl up your life

was Locken wollen

Locken trocknen, aber wie??

 

 

„Ich geh mal Haare trocknen“ sagen wir ganz oft und geht auch leicht über die Lippen. Aber wie genau trockne ich jetzt meine Haare, dass meine Locken toll aussehen, voluminös fallen und am besten noch den ganzen Tag perfekt halten?

 

Ganz ehrlich? Das ist weder leicht, noch schnell beantwortet. Aber keine Angst, es gibt viele Möglichkeiten ans Ziel zu kommen. Und wie immer, wenn es um Deine Locken geht, musst Du für Dich die passende finden. Zum einen die Variante, die Deine Locken am besten zum Vorschein bringt. Und zum anderen, die, die am besten in Dein Zeitbudget am Morgen passt. Perfekt ist natürlich, wenn Du beides haben kannst.

 

 

Lufttrocknen

 

Du solltest so oft es geht Deine Locken, nach dem Du sie mit einem Pflegeprodukt wie Lockencreme oder auch zusätzlich mit Haargel oder Haarschaum in Form geknetet hast, lufttrocknen lassen. Dafür solltest Du wirklich reichlich Zeit einplanen. Hast Du Haare mit hoher Porosität sind sie meist recht schnell trocken. Haben Deine Haare aber eine niedrige Porosität kann es Stunden dauern, bis sie zu 100% trocken sind. Meine wirklich kurzen Locken brauchen locker 4 Stunden, mindestens. Aber trotz allem ist es die schonendste Variante. Eignet sich am besten fürs Wochenende.

 

 

Plopping

 

Klingt lustig! Ist aber eine wirklich schonende und einfache Variante die Haare zu trocknen und auch noch viel Volumen in die Locken zu bekommen. Meine Tochter trocknet ihre über schulterlangen dicken Locken nur noch so. Lockencreme rein, Ploppen und dann ins Bett. Morgens sind die Haare noch leicht feucht. Bis sie aus dem Haus geht, sind die letzten auch noch trocken.

 

Plopping kommt aus dem englischen. Der Name kommt daher, dass man seine Locken im Grunde in die Mitte eines übergroßen T-Shirts fallen lässt.

 

Also von vorne. Du wäschst und pflegst Deine Locken wie gewohnt. Auch Pflegeprodukte benutzt Du wie immer. Dann nimmst Du ein T-Shirt, legst es auf Dein Sofa, die Waschmaschine oder ähnlich Hohes mit breiter Auflagefläche.  Das T-Shirt zeigt mit den Ärmeln zu Dir. Dann lässt Du Deine Locken gezielt in der Mitte des T-Shirts landen. Am besten so ein bisschen als aufgehäufter Lockenberg. Nun nimmst Du die Ecken des unteren Endes vom Shirt (das Ende zeigt nach oben), legst sie über Deinen Kopf und packst die Ecken unter Deine Stirn. Dann nimmst Du die Ärmel und fängst an, diese Richtung Kopf aufzurollen. Straff, aber nicht zu fest. Wenn Du am Kopf angekommen bist und das ganze T-Shirt irgendwie um Deinen Kopf gewickelt ist, nimm den Kopf hoch und verknote die Enden locker vor Deiner Stirn. Jetzt kannst Du ins Bett gehen. Morgens haben sie unglaublich viel Spannkraft und Volumen.

 

 

Trocknen mit Diffusor

 

Kennt jeder, oder? Das Ding drauf auf den Fön, anschalten und dann los auf die Haare. Bitte nicht! Okay, den Diffusor auf den Fön ist gut. Am besten nimmst Du einen großen Diffusor, der lange Finger hat und entsprechend viele Löcher. Warum? Weil Du dann die Haare nicht zu fest an den Kopf presst, sondern locker etwas auffangen kannst. Und weil viele Löcher, durch die die Luft gepustet wird, eben auch viel Luft um die Haare zirkulieren lässt. Trocknet schonender und gibt Volumen und fluffige Locken.

 

Aber lass uns mal einen Schritt zurückgehen. Einen Fön hat jede von uns. Die meisten haben solche tollen Geräte, die die Option haben, die Haare mit Ionen zu versorgen. Das ist allerdings nichts für Locken. Sie können mit den Ionen übersättigt werden und liegen dann platt am Kopf an. Das will nun wirklich keiner! Also ausschalten, wenn es denn geht.

 

So, jetzt ist der richtige Diffusor auf dem richtigen Fön und los. Haare rein und gut, bis sie trocken sind. Lieber nicht! Wasche Deine Haare und benutze Deine Pflegeprodukte wie immer. Wenn Du willst, dass einzelne Locken sich um Dein Gesicht kringeln sollen, separiere sie. Nun darfst Du mal den Kopf hängen lassen und zwar mit den Locken vorn über. Nimm einige Deiner Locken, lege sie als Lockenhäufchen in den Diffusor und schalte ihn an. Auf niedrigster Stufe und warm, auf keinen Fall heiß. Lass den Diffusor dort, bis die Locken trocken sind. Dann nimm die nächsten und so weiter. Bist du kopfüber fertig, dann trockne die Seiten. Wenn alle Locken trocken sind, knete entweder sanft den Gelcast aus oder nimm noch ein wenig Lockencreme, um einzelne Strähnen zu definieren. Fertig!

 

Was wirklich super funktioniert, ist eine Kombination aus zwei Varianten. Lass Deine Locken erst zu etwa 50 bis 80% lufttrocknen. Das minimiert Frizz und je weniger Hitze sie abbekommen, umso besser für die Locken. Lass alle Locken auf eine Seite fallen und fang hier an, sie zu trocknen. Immer Stück für Stück bis die Seite komplett trocken ist. Dann lass sie schwungvoll auf die andere Seite fallen. Und trockne auch hier bis alle komplett trocken sind. Dann lass mal wieder den Kopf hängen und föhne hier alle Locken, die noch nicht trocken sind. Wenn alle Locken trocken sind, kannst Du sie sanft an den Haarwurzeln aufschütteln und bei Bedarf die Locken ein wenig aufkneten. Perfekt!

 

Wie immer bei Locken, musst Du probieren, mit den Möglichkeiten und auch innerhalb der Varianten spielen, bis Du die für Deine Locken perfekte Lösung hast. Was bei dem einen Lockenkopf super funktioniert, bringt den anderen zur Verzweiflung. Und ganz wichtig! Vergleiche Dich nie mit anderen Lockenköpfen. Das wird nichts und frustriert Dich nur!

 

Meine Tochter ploppt ihre Haare abends und hat morgens eine Lockenmähne zum dahinschmelzen. Ich hätte auch gerne so einfach solche Locken. Ist aber sie und ich bin ich. Meine sind nach dem Ploppen platt und kleben am Kopf. Keine Chance für etwas Frisur ähnliches. Ich föhne meine morgens mit dem Diffusor halb trocken und lasse sie bis nach dem Frühstück an der Luft trocknen. Dann trocken ich den Rest mit dem Diffusor. Knete den Gelcast aus und schüttel sie kurz auf. Fertig! So hat irgendwann jeder seine eigene Routine für sein perfektes Ergebnis. Hängt nicht zu strickt an den Regeln oder Vorgaben, weil es ach so toll sein soll für die Locken. Probiert, experimentiert und findet für Euch Eure perfekte Routine, auch beim Trocknen. Optimaler geht es nicht!

 

 

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